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Bildung

Von den drei Aufgaben Bildung, Erziehung und Betreuung wird auf Bildung besonders Wert gelegt.

 

Bildung zu fördern, ist immer eine Gratwanderung. Auf der einen Seite steht die natürliche Neugier des Kindes, sein Drang, alles zu erkunden, sich selbst ein Bild von der Welt zu machen. Das darf man nicht bremsen oder in zu enge Bahnen lenken. Auf der anderen Seite stehen Erwartungen an einen systematisch entwickelten Bildungsfortschritt.

 

Je näher der Einschulungstermin rückt, desto stärker wird der Druck auf das Kind. Die Erzieherin muss eine Balance finden. Man kann Kindern Bildung nicht antrainieren. Jedes Kind muss seinen eigenen Weg des Lernens finden und Zeit bekommen, sich auszuprobieren.

Das Kind steht im Mittelpunkt. Von seinen Interessen ausgehend entwickelt die Erzieherin oder der Erzieher Lernziele und Bildungsgelegenheiten. Dabei ist es nicht einmal so wichtig, was Kinder zu welcher Zeit und in welchen Schritten lernen. Wichtiger ist, dem Kind das Erlebnis seines eigenen Lernens in seinem eigenen Tempo zu ermöglichen. Bildung geschieht in jedem Menschen anders. Das macht seine Einzigartigkeit aus.

Manchen Kindern fällt es schwerer zu lernen, von den Eltern kommt wenig Unterstützung. Es fehlt ihnen an Worten und der Möglichkeit, sich anderen verständlich zu machen.

Kommunikation ist ein Grundbedürfnis und Voraussetzung für das menschliche Miteinander. Deshalb hat Sprachförderung bei Erzieherinnen und Erziehern einen hohen Stellenwert.

Wenn Kinder spielen, ist das kein Zeitvertreib. Das Spiel ist die intensivste Form des Lernens. Kinder begeben sich in andere Rollen, sie spielen „Vater-Mutter-Kind“ oder sehen sich als Prinzessin oder Ritter. Im Wettbewerb mit anderen messen sie ihre Fähigkeiten und Kräfte. Mit verschiedenen Materialien konstruieren sie ganze Bauwerke und untersuchen, wann diese einstürzen. In der Welt ihrer Fantasie spielen sie mit Worten und konstruieren oft abenteuerliche Assoziationen und Erklärungen für die Geheimnisse des Lebens.